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Lina Bögli Ausstellung / Homage, Oschwand

Samstag, 11. August bis Sonntag, 2. September 2018


Der Verein Pro Amiet-Hesse-Weg widmet seine Aktivitäten im Jahr 2018 dem Leben und Reisen von Lina Bögli.

Geboren 1858, vor 160 Jahren in Spych bei Oschwand, starb die erste Reiseschriftstellerin der Schweiz 1941 in Amélie Mosers Kreuz in Herzogenbuchsee. Ihr Grabstein steht heute noch auf dem Friedhof Oschwand. Lina Böglis handschriftliche Tagebücher und viele Briefe werden von ihren Nachkommen aufbewahrt.

1904 erschien unter dem Titel «Vorwärts!» der Bericht einer Schweizer Lehrerin namens Lina Bögli, «die ganz allein und ohne andere Mittel als die, welche sie auf dem Wege verdiente» in zehn Jahren, von 1892 bis 1902, um die Welt gereist ist. Ihr Buch wurde – zuerst in Englisch, zwei Jahre später dann auf Deutsch, dann in neun Sprachen übersetzt – zum Beststeller. Seine Neuauflage aus dem Jahr 1990 trägt den Titel Talofa – das ist der samoanische Gruss. Auf Samoa gefiel es Lina Bögli besonders gut.

 

Die erste Schweizer Reiseschriftstellerin stammt aus dem «Boden» im Weiler Spych bei Oschwand. Lina Bögli wurde 1858 als jüngstes Kind der armen Kleinbauernfamilie von Ulrich Bögli hier am Waldrand geboren und auf den Namen Carolina getauft. Mit zwölf Jahren schickte sie ihr Vater als «Kindsmagd» in den Jura, um Französisch zu lernen und die Familie zu entlasten. Lina entdeckt schon früh ihre «sonderbare Gabe, Kinder in Ordnung zu halten». Ab dem 17. Lebensjahr arbeitete Lina Bögli für drei Jahre als Zimmer- und Kindermädchen bei einer wohlhabenden Schweizer Familie in Neapel. Schliesslich findet sie eine gute Stelle als Erzieherin in einer polnischen Adelsfamilie. Nach acht Jahren hatte sie genug Geld gespart, um in der Schweiz nach zweijährigem Studium das Lehrerinnendiplom zu machen. Ein England-Aufenthalt vervollständigt ihre Ausbildung. Die Zertifikate sollten ihr während ihrer Weltreisen sehr zustatten kommen. Ihre Reisen führten sie u.a. nach Australien, Neuseeland, Hawai, die USA, Kanada, China und Japan.


Lina Bögli starb mit 83 Jahren kurz vor Weihnachten 1941. Ihr Grabstein auf dem Friedhof Oschwand trägt die Inschrift: «Vorwärts, aufwärts!». Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler kreierte 1996 einen fulminanten Theaterabend über die aussergewöhnliche Frau aus Spych. Er nannte seine Inszenierung, der eine Hörspielfassung folgte: «Lina Böglis Reise».

 


> Detaillierte Informationen zu den Ausstellungsorten und zum Rahmenprogramm folgen. 
 

 



Amiet-Hesse-Weg Riedtwil - Oschwand
Der beschilderte Rundweg führt auf bernischen Wanderwegen ab Bahnhof Riedtwil in einem kürzeren 11/2-stündigem Rundgang (leichtere Wanderung) zum Friedhof Oschwand und zum «Bögli-Hoger» oberhalb von Spych oder in einer 3 - 4-stündigen Wanderroute (für geübte Wanderer) über den Mutzgraben, das Baschiloch weiter über Juchten und die sogenannte Luftröhre nach Oschwand und Spych. An acht Punkten des Weges werden die Wanderer und Spaziergänger auf Info-Stelen über das Leben, die Werke und das Wirken der beiden einheimischen Kunstmaler vertraut gemacht. Die Stationen öffnen einem den Blick der beiden berühmten Künstler in jene prächtige Landschaft, in der man selbst geht, steht, schaut und staunt.
 


Datum Start
11.08.2018
Datum Ende
02.09.2018
Adresse Auskunftsstelle
Verein Pro Amiet-Hesse-Weg
Feldstrasse 10
4901 Langenthal
Beat Hugi, Projektleiter
Natel +41 79 228 02 63
E-Mail Auskunftsstelle