• Bauernkrieg Huttwil 1653

Freilichtspiel Burechrieg 1653 Huttwil

Aufführungsdaten 9. Juli - 8. August 2020


Der Bauernkrieg von 1653 wird in Huttwil eine friedliche Neuauflage erfahren. Im Juli / August 2020 wird ein Freilichtspiel die damaligen Ereignisse darstellen. Geplant sind 19 Aufführungen zwischen dem 9. Juli und 8. August 2020.

«Burechrieg von 1653» lautet der Arbeitstitel des geplanten Freilichtspiels, das im Sommer 2020 in Huttwil aufgeführt werden soll. Unter dem Patronat von Pro Regio Huttwil ist in diesen Tagen ein Organisationskomitee gegründet worden, das vom Rohrbacher Andreas Christen präsidiert wird und aktuell acht Personen umfasst. Geplant sind insgesamt 19 Aufführungen, die im Gebiet Bäch 4 bei Schwarzenbach stattfinden sollen und vom 9. Juli bis 8. August 2020 über die Bühne gehen werden. Hier wird eine entsprechende Infrastruktur, mit 400 überdachten Sitzplätzen, einem Gastronomie-Angebot sowie weiteren Angeboten bereitgestellt.
 


Schauspieler und Helfer gesucht!
Interessierte können sich schon heute für eine Rolle im Freilichtspiel anmelden. Es werden Schauspieler für kleinere oder grössere Theaterrollen gesucht und natürlich auch viele Statisten, die ein spannendes Theater-Erlebnis erst richtig möglich machen. Ebenfalls sind freiwillige Helfer nötig und sehr willkommen.



Der Bauernbund von Huttwil
Das Stück, das in Huttwil aufgeführt wird, behandelt ein historisches und zugleich einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Eidgenossenschaft. Der Schweizer Bauernkrieg war ein Volksaufstand in der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1653. Eine Abwertung der Berner Währung führte im bernischen Emmental und im angrenzenden luzernischen Entlebuch zu weit verbreiteter Steuerverweigerung, die sich nach Solothurn, Basel und in den Aargau ausweitete. Die Landbevölkerung forderte von der städtischen Obrigkeit steuerliche Entlastung. Als die Forderungen zurückgewiesen wurden, drohten die Untertanen mit einer Blockade der Städte. Nachdem anfängliche, durch andere eidgenössische Orte ausgehandelte Kompromisse gescheitert waren, schlossen sich Vertreter der ländlichen Regionen in Huttwil zu einem Bauernbund zusammen. Die Bewegung radikalisierte sich und begann weitere Forderungen zu stellen. Der Huttwiler Bund betrachtete sich als gleichberechtigt gegenüber den Städten und übernahm die Souveränität in den von ihm kontrollierten Gebieten im westlichen Schweizer Mittelland. Die Aufständischen belagerten Bern und Luzern, woraufhin die Städte mit Bauernführer Niklaus Leuenberger einen Friedensvertrag abschlossen, den Murifeldvertrag. Als das Bauernheer sich zurückzog, entsandte die Tagsatzung von Zürich aus eine Armee, um den Aufstand endgültig niederzuschlagen. Nach der Schlacht von Wohlenschwil am 3. Juni 1653 wurde der Huttwiler Bauernbund gemäss dem Frieden von Mellingen aufgelöst. Die letzten Widerstandsnester im Entlebuch hielten sich bis Ende Juni. Die siegreichen Städte gingen mit harter Hand gegen die Aufständischen vor, Bern erklärte den Murifeldvertrag für null und nichtig. Die Obrigkeit liess zahlreiche Exponenten des Aufstands gefangen nehmen, foltern und hart bestrafen, darunter auch Leuenberger, der in Bern enthauptet und gevierteilt wurde. Obwohl die herrschenden städtischen Eliten einen vollständigen militärischen Erfolg errangen, zeigte der Bauernkrieg auf, dass sie von ihren ländlichen Untertanen abhängig waren. Bald nach dem Krieg kam es zu einer Reihe von Reformen und Steuersenkungen, womit die Obrigkeit den ursprünglichen fiskalischen Forderungen der Aufständischen entgegenkam.

Mit dem geplanten Freilichtspiel «Burechrieg vo 1653» erlebt ein grosser Moment der Schweizer Geschichte in Huttwil eine friedliche Neuauflage, die zweifellos für viel Unterhaltung in sommerlicher Atmosphäre sorgen wird.


Datum Start
09.07.2020
Datum Ende
08.08.2020
Adresse Auskunftsstelle
Walter Rohrbach, Co-Präsident
PRO REGIO HUTTWIL
Marktgasse 1
4950 Huttwil
Tel. +41 62 962 55 05
E-Mail Auskunftsstelle