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Burgäschi (Gde Aeschi SO)

Maulwürfe haben bei der Aufarbeitung der Geschichte von Aeschi und Burgäschi eine bedeutende Rolle gespielt. Ohne diese putzigen Erdbewohner wäre die Wichtigkeit des Seeufers des Burgäschisees als früheste Fundstätte menschlicher Lebenszeichen nicht im heutigen Umfang erfasst.

Um 1850 fand ein Jäger im betreffenden Gebiet auf von Maulwürfen ausgeworfenen Erdhaufen Gesteinssplitter, die sich später als Feuerstein-Überreste herausstellten. Dies bedeutete den Startschuss zu umfangreichen archäologischen Grabungen und Forschungen, die vor allem auch nach der Seeabsenkung im zweiten Weltkrieg neue Erkenntnisse zutage förderten. Das Ergebnis ist eindrücklich: älteste Besiedlungsspuren reichen in die Mittelsteinzeit bis 10 000 Jahre vor Christus zurück, und umfangreich sind dann vor allem die Pfahlbaufunde (respektive Überreste davon) aus der Jungsteinzeit um 3 000 v. Chr.

1252 wurde 'Aschie' urkundliche erstmals erwähnt. Die wichtigsten weltlichen Grundherren in Aeschi ab diesem Zeitpunkt waren zum einen die Rittergeschlechter von Esche und ihre Nachfolger vom Stein. Beide Parteien residierten in der vormaligen Burg am See.
Die Burg durch die Ritter von Esche (dies übrigens der stark an Botanik gemahnende mittelalterliche Name von Aeschi) erbaut, wurde durch die Städtischen Reiterhorden der Städte Bern und Solothurn während eines Erbstreites fast dem Erdboden gleichgemacht. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Man weiss allerdings, dass sie in der Nähe des heutigen Schwimmbades stand.

 

1829 wurde Burgäschi eine selbstständige Gemeinde. 1994 schliessen sich Burgäschi und Aeschi nach 160 Jahren Trennung wieder zusammen.