• Weissstörche bei Roggwil
  • Smaragd-Tierart: Storch (Foto: Werner Stirnimann, biodiversia.ch)
  • Störche im Oberaargau
  • Wässermatten im Rottal (Foto: Biodiversia GmbH, Langenthal)
  • Wässermatten im Rottal (Foto: Biodiversia GmbH, Langenthal)
  • Kloster St. Urban (Foto: © Manfred Steffen, naturama, Aarau)
  • Briefmarke 2013: Weissstorch

Weissstorch im Oberaargau

Was um 1900 im Oberaargau ein gewohntes Bild war, ist heute Seltenheit geworden: Störche, die ohne Ansiedlungsprojekte ihre Jungen auf den Hausdächern der Dörfer grossziehen. Der Storchen-Bestand hat seit Ende des letzten Jahrhunderts ständig abgenommen. In den dreissiger Jahren begann die Wiederansiedlung im Schweizer Mittelland. Ein langer Weg mit vielen Rückschlägen, der aber schlussendlich erfolgreich war. Hier weiterlesen (ab Seite 131)...

 

Im Jahre 1998 sind in Roggwil Störche zugezogen, die seither Jahr für Jahr erfolgreich Junge aufziehen. Sie kehren regelmässig in ihren Horst auf dem Schulhausdach in Roggwil zurück, sind dann sofort vollauf damit beschäftigt, die Kinderstube für ihren Nachwuchs vorzubereiten. Auf Nahrungssuche triftt man sie in den frühen Abendstunden häufig in der Wässermatte an. Damit beherbergt Roggwil nach über 75 Jahren seit der letzten Storch-Registrierung wieder Weissstörche.

 

Auch in Kleindietwil und St. Urban sind wieder Störche zu beobachten.

 

Brutgebiete

Weissstörche brüten dort, wo sie eine Möglichkeit zum Nestbau und genügend Nahrung finden. Die wichtigsten Nahrungsgebiete des Weissstorchs sind Uferzonen von Flüssen und Seen und periodisch überschwemmte Wiesen. Die Nahrung wird während der Aufzucht in einem Umkreis von 1-2 km ums Nest gesucht. Ein gelungenes Beispiel für Lebensraumverbesserungen sind die Oberaargauer Wässermatten: dieses Wiesenland mit Bewässerungssystem, das in regelmässigen Abständen überflutet wird.

 

Verhaltensmerkmale und Körperbau

Mit einer Grösse von ca 80 cm ist der Weissstorch einer der grössten Vögel in Mitteleuropa. Die langen Beine sind zum Waten im seichten Wasser geeignet. Die Spannweite der Flügel von bis zu 2 m ermöglicht es ihm, im Segelflug ohne Flügelschlag gewaltige Entfernungen zurückzulegen. Mit dem langen, leuchtend roten Schnabel kann er wie mit einer Pinzette seine Beute ergreifen.


Verhalten

Störche führen eine saisonale Einehe. Sie sind nesttreu, nicht partnertreu. Im Winter ziehen sie getrennt nach Afrika und bei der Rückkehr wählen sie häufig einen neuen Partner. Durch Imponierstellung und Klappern wehrt das Männchen Konkurrenten ab. Das Klappern dient auch zur Begrüssung der Nestpartner.


Aktivitäten / Events
  • Storch «Fredi» geht auf Sendung
    Einer der jungen Störche aus der Züchteranlage Dennli Langenthal wurde am 18.6.2015 mit einem GPS-Datensender versehen.
    Sein Flug kann nun im Internet verfolgt werden. Hier...
    Diese Aktion steht im Zusammenhang mit einem grenzüberschreitenden Forschungsprojekt, das nähere Angaben über das Zuvgerhalten der Störche liefern soll. Weitere Informationen im Internet www.storch-schweiz.ch oder hier unter Projekt-Schweiz/Datenlogger (weitere Störche) ...
     
  • Die Briefmarke
    Meister Adebar ging 1949 ins Exil, denn er fand in der Schweiz kein Auskommen mehr. Zum Überleben braucht der Stelzvogel nämlich nahrungsreiche Wiesen oder Feuchtwiesen, extensiv genutzte Weiden, Weiher und ungestörte, stabile Horstplätze. Heute ist der Weissstorch wieder in der Schweiz heimisch, un der nationale Aktionsplan für den Weissstorch will dem Glücksbringer der Menschen eine Zukunft sichern. Bis 2024 soll der Bestand wieder auf 300 Brutpaare anwachsen. (Quelle: www.post.ch)
    Briefmarken erhältlich im Philashop der Post >

Mehr über Region Oberaargau...