• Wangen an der Aare: Chefi-Türschloss (früheres Gefängnis)

Städtli Museum Wangen an der Aare

Die Sammlung des Museums dokumentiert und zeigt die Ortsgeschichte mittels Objekten und Dokumenten. Eine Besonderheit der Sammlung, die 1952 ihren Anfang nahm, bildet die eindrückliche Ofenkeramik aus der einheimischen Hafnerei Anderegg (1820-1870). Neu kann auf Voranmeldung auch die Turmstube des Zytgloggeturms besichtigt werden.

Neben der Betreuung von Museum und Archiv beschäftigt sich der Verein Ortsmuseum mit der jährlichen Herausgabe einer Publikation zur Ortsgeschichte und organisiert regelmässig Ausflüge und Veranstaltungen zu historischen und aktuellen Themen.


Standort Dorfmuseum
Gemeindehaus, Dachstock des Gemeindehauses (2 OG), Städtli 4, 3380 Wangen an der Aare

Öffnungszeiten
jeweils am ersten Sonntag im Montag, 14 - 17.00 Uhr
Das Museum kann in der Regel auf vorherige Anfrage auch zu anderen Zeiten besichtigt werden (+41 079 232 67 00).
 

Städtliführungen (bis 25 Personen)
Dauer: ca. 1 — 1 ¼ Stunden
Kosten: CHF 100.--
Führungen können angemeldet oder reserviert werden unter Tel. 032 631 24 22 oder per Mail

 



Zeitglockenturm Wangen an der Aare
Ein kühler, etwas modriger Geruch liegt in der Luft. Beim Betreten der Turmstube im ersten Stock des Zytgloggeturm in Wangen an der Aare fällt der Blick zuerst auf eine alte Ritterrüstung. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist in einem zugemauerten Durchschlupf befestigt.
Der dreissig Meter hohe Zeitglockenturm ist bei der Stadtgründung Mitte des 13. Jahrhunderts zusammen mit der Ringmauer entstanden – damals als Wehrturm, der den Durchgang in die Stadtfestung Wangen bewachte. Nachdem Wangen zu Beginn des 15. Jahrhunderts an Bern überging, wurde der ursprünglich einfache Zinnenturm immer weiter verändert.

Im Urbar der Probstei Wangen wurde das Bauwerk 1580 schliesslich erstmals «Zytglogge» genannt. «Zyt mit Gloggen» und Uhren an der Türmen galten als weltliches Gegenstück zur Kirche und betonten eine gewisse Un­abhängigkeit von diesen. Gemäss dem Jahrbuch des Oberaargaus von 1969 ging der Zeitglockenturm 1859 von der Burgergemeinde in den Besitz der Einwohnergemeinde über.

Eine Besonderheit zeichnet den Zeitglockenturm in Wangen an der Aare aus: Zwei Glocken statt nur einer ­verkünden die Zeit. Eine kleine schlägt zu jeder Viertelstunde, eine grosse zu jeder vollen.


Gewichte und Tauben

Seit dem 16. Jahrhundert haben nur wenige Personen den Turm betreten. Einzig die Turmwärter zogen während Jahrhunderten täglich die Gewichte neu auf, sorgten für den Unterhalt des Uhrwerks und betreuten den Taubenschlag. Mittlerweile erübrigt sich die Arbeit des Turmwärters, da das Uhrwerk vor Jahren elektifiziert wurde. «Das ist schade, das mechanische Uhrwerk ist ein wahres Meisterstück», stellt Peter Burki fest. In der an die Turmstube angerenzenden Uhrenkammer, die im Jahr 1555 errichtet wurde, kann das mechanische Vorläufermodell bestaunt werden. Es soll 2017 durch einen Turmuhrenfachmann revidiert werden.


Adresse
Städtli 4
PLZ / Ort
3380 Wangen an der Aare
Adresse Auskunftsstelle
Museumsverein Wangen an der Aare
Peter Burki
Dicknaustrasse 9
3380 Wangen an der Aare
Tel. +41 32 631 11 56
E-Mail Auskunftsstelle

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