• Ostermontagsschwingfest auf der Grossen Schanze in Bern um 1775 (Farbstich von Marquard Wocher, 1760-1830), Quelle: H. Markwalder, 750 Jahre Bern, Bern 1941
  • Schwingen - die Schweizer Nationalsportart
  • Schwinger im Sägemehl-Ring

Schwingen, Langenthal

Schwingen ist eine in der Schweiz beliebte Variante des Ringens, welche auf Sägemehl ausgeübt wird. Das Schwingen gilt, noch vor dem Hornussen und dem Steinstossen, als Schweizer Nationalsport - besonders in der Deutschschweiz.

 

Die Wurzeln des Schwingsports in der Schweiz sind nicht eindeutig zu bestimmen. Eine erste Darstellung aus dem 13. Jahrhundert (in der Kathedrale in Lausanne) zeigt bereits die typische Art, Griff zu fassen. In der Zentralschweiz und im Mittelland, vorab im (Vor-)Alpenraum, gehörte der "Hosenlupf" zum festen Bestandteil der Festkultur. An zahlreichen Alp- und Wirtshausfesten wurde um ein Stück Hosentuch, ein Schaf oder um andere Naturalien geschwungen, wobei der Ruhm des Sieges weit mehr zählte als der materielle Preis.

Eine Neubelebung des Schwingens brachte das erste Alphirtenfest zu Unspunnen 1805, zu einer Zeit, da die Schweiz unter französischer Fremdherrschaft litt. Der Anlass zu diesem Fest war ausdrücklich die Hebung des schweizerischen Nationalbewusstseins.

 

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts haben denkwürdige Schwingfeste und eine rege Aktivität geschulter Turnpädagogen das Schwingen auch in die grossen Städte gebracht. So wurde aus dem ursprünglichen Kampf der Hirten und Bauern ein Nationalsport, der alle Schichten umfasst. Die Verbände, allen voran der Eidgenössische Schwingerverband (gegründet 1895) organisierte den Sport, indem regionale Eigenarten integriert, mit Lehrbüchern und Trainingsstunden das Niveau gehoben und zeitgemässe Wettkampfregeln geschaffen wurden.

 

Schnupperkurs Schwingen für Junge und Erwachsene

Training jeweils am Dienstag:

  • Jungschwinger:  18 - 20.00 Uhr
  • Aktivschwinger: 20 - 22.00 Uhr

 

Schnupperkurse für Gruppen auf Anfrage möglich.


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