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Schloss Aarwangen

Der Aareübergang in Aarwangen entstand als dritter Flussübergang zwischen den beiden Übergängen Murgenthal und Wiedlisbach, die im 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurden. Er diente als Zugang ins Tal und in das bewaldete Hinterland. Der Übergang wurde mit einer Zollstation und um 1300 mit einer Burg gesichert. Die Herren von Aarwangen sind 1212 als Lehensmannen bereits der Zähringer, später der Kyburger nachgewiesen. Ihnen ist das frühe Mauerwerk des Schlosses zu verdanken, dessen imposantes heutiges Aussehen auf die Bernische Landvogtei-Epoche zurückgeht.

 

Die Burg erhebt sich als feste Brückenwarte am südlichen Ufer der Aare. Landeinwärts ragt über 30 Meter hoch als wuchtiges Bollwerk der Bergfried auf. Der Hauptturm - ursprünglich vermutlich Wohnturm - ist in neun Stockwerke gegliedert. Seine Mauern sind bis 2,5 Meter dick. Das Mauerwerk besteht aus regelmässig aufgeschichteten, aus Tuffstein sorgfältig behauenen Bossenquadern. Damit hebt sich diese Bauart von der Kyburger-Technik ab, die beim Bau rohe Findlingsblöcke verwendeten - eine sehr verbreitete Konstruktionsart bei den Hohenstaufen Ende des 12. bis Anfang-Mitte des 13. Jahrhunderts. Ein durchziehendes Gesims markiert die Höhe des untersten Wohngeschosses, zu welchem von der Aareseite her (jetzt im Landvogteigebäude verborgen) noch immer der ursprüngliche, hochgelegene Zugang führt. Darunter befand sich das Verlies.

 

In der Umbruchszeit von 1798 wurde das Schloss arg mitgenommen und seine Inneineinrichtung ging grossenteils verloren. Um 1980 wurde das Schloss mit grosser Sorgfalt restauriert und wieder hergestellt. Es diente bis Ende 2011 als Sitz des Bezirks- und Richteramts.

 

Seit 2012 steht das Schloss leer. Eine Interessensgruppe ist auf der Suche nach einem neuen, sinnvollen Verwendungszweck. Konkrete Vorschläge sind willkommen und einzureichen an Marcel Cavin, E-Mail >  

 

Schlossführungen auf Anfrage.


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