• Gemeindewappen Madiswil: Der Linksmähder (Linksmäher)
  • Weizenfeld (Bild: www.swissworld.org)

Linksmähder-Pfad, Madiswil

Die Geschichte vom Linksmähder

erzählt von Ueli, dem Linksmähder, und ist eine alte Sage von Madiswil. Es gibt verschiedene Varianten, eine davon erzählt folgendes: Es war einmal ein reicher Bauer. Der hatte eine bildschöne Tochter namens Vreni, welche vielen Männern gefiel - auch Ueli, der bei ihrem Vater um ihre Hand anhielt. Vreni's Vater wollte sie aber nicht so leicht weg geben und forderte Ueli auf, ein Kreuz in die Grossmatt zu mähen. Weil er gut mit der linken Hand mähen konnte, musste er dies auch links herum tun. Er ging eifrig an die Arbeit, bis er plötzlich ein Schlag im Herz spürt. Dies musste seine alte Kriegswunde sein! Er war beinahe fertig und strengte sich an für den letzten Streich. Doch dieser kostete ihm das Leben.

In anderen Versionen spielt auch der Junker Lombach, der mit Vreni verlobt war, eine Rolle. Ueli erhebt gegen ihn die Hand und so wird er dazu bestraft, ein Kreuz in die Grossmatt zu mähen - links herum.

In beiden Versionen liebte Vreni immer Ueli und keinesfalls den Junker. Das weitere Schicksal von Vreneli am Ende der Sage ist nicht klar überliefert.

 

Der Linksmähder taucht im Jahre 1737 zum ersten Mal als Bild auf. Das Madiswiler Wappen, welches vorher eine Rübe darstellte, wurde lange vor dem Wideraufkommen der Sage im Jahre 1847, zum Linksmähder geändert. Allerdings war man sich nie einig, welches Wappen nun galt und wie der Linksmähder aussah. Erst 1946 wurde der Linksmähder auf grünem Grund offiziell das Wappen von Madiswil. Die Rübe war früher das Wappen von Madiswil gewesen, weil Madiswil weit bekannt für die guten Rüben war. Noch heute gibt es zwei örtliche Feiertage, bei denen die Schulkinder normalerweise frei kriegen: Den Rübensonntag (auch als "Rübenchilbi" bekannt) und den Rübenmontag, welche in der letzten Oktoberwoche ausgeübt werde.

 

Der Linksmähderpfad
Der Linksmähderpfad ist ein historischer Rundgang durch das Dorf Madiswil. Er wurde angelegt, um auf Vergangenes aufmerksam zu machen. Der Weg führt an Gebäuden und Örtlichkeiten vorbei, die für Madiswil charakteristisch sind: Der alte Gasthof, das alte Doktorhaus, das "Galgenlöli", typische Oberaargauer Bauernhäuser, der Kirchplatz, die Dorflinde mit dem Wirkungsort des Volksschriftstellers Jakob Käser und schliesslich die alte Schmitte im Oberdorf. Die angebrachten Tafeln geben Auskunft über die jeweiligen Objekte.

 

Führungen

Für Gruppen besteht die Möglichkeit, Führungen zu buchen. Auskunft erteilt die Gemeindeverwaltung.


Kontaktperson / Zuständige
Gemeindeverwaltung Madiswil
Adresse
Obergasse 2, Postfach 18
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4934 Madiswil
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E-Mail
Weitere Angebote
Der Faltprospekt zum markierten 'Linksmähderpfad Madiswil' ist zu beziehen auf der Gemeinde oder im Stadtladen in Langenthal (siehe Prospekte).

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