• Hochwassertrottoirs Langenthal (Foto: Werner Stirnimann, www.biodiversia.ch)
  • Hochwassertrottoirs Langenthal (Foto: Werner Stirnimann, www.biodiversia.ch)
  • Hochwassertrottoirs Langenthal (Foto: Werner Stirnimann, www.biodiversia.ch)

Hochwassertrottoirs Langenthal

Im Zentrum der Stadt Langenthal säumen auffällig hohe Trottoirs die Strassen. Diese Besonderheit hängt mit der geografischen Lage der Oberaargauer „Metropole“ zusammen. Langenthal liegt am Fuss einer Hügellandschaft, die vom Napfgebiet bis weit hinaus ins Mittelland reicht. Auch das Flüsschen Langete entspringt im Napfbergland. Hier entladen sich immer wieder kräftige Gewitter, weshalb sich die normalerweise beschaulich dahinfliessende Langete bisweilen in einen reissenden, lehmfarbenen Strom verwandelt. Das Flussbett ist in Langenthal allerdings nur für kleine Hochwasser bemessen und wichtige Gebäuden wie zum Beispiel das Hotel Bären stehen direkt über der Langete. Beim sogenannten „Choufhüsi“ musste deshalb ab einem gewissen Pegelstand oftmals die Schleuse geöffnet werden. Das Hochwasser ergoss sich deshalb via Marktgasse und Bahnhofstrasse in einen unterirdischen Durchlass und strömte durch einen Kanal in einen Wald, wo das Wasser versickerte.

Die hohen Trottoirs im Ortskern wurden aufgrund dieser Hochwasserbe-drohung erbaut. Als besonders verheerend bleibt das Hochwasser vom 29. auf den 30. August 1975 in Erinnerung.
Seit der Einweihung eines Hochwasserstollens zwischen Madiswil und Bannwil im Jahr 1991 erschallen die Rufe „D Langete chunnt!“ nur noch sehr selten.

 


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