• Findling am Steinenberg bei Seeberg

Findlingsreservat Steineberg, Seeberg

Das kantonale Schutzgebiet Steineberg wird seit K. L. Schmalz (1966) als „Findlingsreservat Steinenberg“ bezeichnet. Es liegt zwischen Riedtwil und Grasswil und umfasst 25 mächtige erratisch Blöcke. „Hier erhielt der Oberaargau ein Naturdenkmal ersten Ranges.“
Im Gegensatz zum benachbarten, noch berühmteren Findlingshügel Steinhof (SO) ist der Steinenberg durchwegs bewaldet, was der Erhaltung der Findlinge zugute kam. Beide Hügel bestehen aus Molasse und tragen eine Moränen-Kappe. Der Steinenberg ist eine glazialgeologische Schlüsselstelle. Kein anderer Ort im Oberaargau (und Kanton Bern) weist eine derartige Blockdichte auf. Über 40 grosse Findlinge lagern da oben, davon stehen 25 unter Schutz. Eine Seminarklasse führte 1966 eine Zählung durch: Unter den total 495 Findlingen waren 79 mit über 3 m3 Inhalt, 4 davon mit 150 m3 bis über 200 m3 und 7 mit Inhalt zwischen 50 und 100 m3.
Die Blöcke gehören zu einer Seitenmoräne des letzteiszeitlichen Rhonegletschers, ihre Herkunft ist das Dent-Blanche-Kristallin im südlichen Wallis. Sie bestehen nach Hügi 1966 aus einem grünlichen Granit-Gneis mit typischen schwarzen Hornblende-Stengelchen.

Fachliteratur: Schmalz 1953 (Schalensteine) und 1966, Hügi 1966, Binggeli 1983


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